Normal
Groß
SW
Kulturtage
Programm
Anmeldung
Geschichte

25 Jahre Deutsche Kulturtage der Gehörlosen

Die Deutschen Kulturtage der Gehörlosen verfolgen das Ziel Sprache, Kultur und Kunst der Gehörlosengemeinschaft zu zeigen, fördern, stärken und traditionsgerecht weiterzugeben. Sie bilden Möglichkeit soziale Kontakte aufzubauen, zu stärken und sich in der Peer-Group  auszutauschen. Gleichzeitig unterstützen die Kulturtage im Sinne des Empowerments persönliche Stärken und Fähigkeiten. 

In vielfältigen Programmpunkten zu Kultur, Bildung und zeigen gehörlose Künstler_innen und Referent_innen die Bandbreite der Gehörlosengemeinschaft auf und senden Botschaften an Gesellschaft und Politik.


1. Kulturtage 1993 in Hamburg Eine Kultur bringt sich zur Sprache

1993 wurde in Hamburg der Grundstein für die Deutschen Kulturtage der Gehörlosen gelegt. Unter dem Motto „Eine Kultur bringt sich zur Sprache“ lud der damalige Präsident Ulrich Hase Gehörlose und Interessierte aus ganz Deutschland ein, um zu zeigen, das die Kultur der Gehörlosen besteht und nicht in Frage zu stellen sei. Eine damalige Demonstration zur Anerkennung der Sprache bildete einen Höhepunkt und sendete erste Signale an die noch verschlossene hörende Gesellschaft.

 

2. Kulturtage 1997 in Dresden Eine Kultur setzt Zeichen

4 Jahre später (1997) fanden die 2. Kulturtage in Dresden statt. Rund 2.000 Besucher_innen erhielten ein abwechslungsreiches Programm und konnten an unterschiedlichen Workshops und Foren teilnehmen. Besucher_innen aus Politik, Wissenschaft und Bildung machten dem Motto „Eine Kultur setzt Zeichen“ allen Ehren. Es wurden Zeichen gesetzt zur Anerkennung der Gebärdensprache sowie schufen die 2. Kulturtage Raum zur Stärkung Gehörloser für ihre Aufgaben in Vereinen, Verbänden und im Deutschen Gehörlosen-Bund e.V..


3. Kulturtage 2001 in München „Eine Kultur findet Anerkennung

Die Präsidentin des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. , Frau Gerlinde Gerkens begrüßte 2001 rund 2.500 Besucher_innen in München. Gleich dem Motto „Eine Kultur findet Anerkennung“ konnte von Erfolgen der davor stattfindenden Kulturtage berichtet werden - Die Verankerung der Gebärdensprache im Sozialgesetzbuch IX. Auf diesen Erfolgen bauten die 3. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen auf. Ein Großteil des Programmangebotes beschäftigte sich mit Themen zur Gebärdensprache, sei es die Kommunikation mit dem hörenden Kind oder die Sprache der Bildung in Gehörlosenschulen. 

Hervorzubringen ist die vermehrte internationale Besucher_innen-Anzahl, welches ein Zeichen gelungener Aufklärungsarbeit über die deutschen Grenzen hinaus darstellt.


4. Kulturtage 2008 in Köln „Eine Kultur entfaltet sich

Noch mehr Besucher_innen als je zuvor nahmen an den 4. Deutschen Kulturtagen der Gehörlosen 2008 unter dem Motto „Eine Kultur entfaltet sich“ teil. Unter der Präsidentschaft Alexander von Meyenns kamen zahlreiche internationale Vertreter_innen der Gehörlosenverbände. Themen aus Politik, Schule, Medizin und Kunst füllten das Programm und bildeten einen großen Bestandteil der angebotenen Workshops und Ausstellungen. Um die Gesellschaft über das Vorhandensein der Gehörlosengemeinschaft aufzuklären, fand in der Kölner Innenstadt eine Demonstration von 5.000 Gehörlosen statt. Während der friedlichen Demonstration forderten alle gemeinsam eine 100%-ige Untertitelung im Deutschen Fernsehen.


5. Kulturtage 2012 in Erfurt „Eine Kultur mehr: Gebärdensprache"

Die Kulturtage 2012 fanden unter dem Motto „Eine Kultur mehr: Gebärdensprache“ in Erfurt statt. Das Gastland dieser Kulturtage war die Schweiz. Referenten und Künstler aus Deutschland und der Schweiz bereicherten die Veranstaltung mit verschiedensten künstlerischen, politischen oder geschichtlichen Beiträgen. Im Mittelpunkt stand immer die Gebärdensprache. Es gab Vorträge, Theaterstücke und vieles mehr. Die Besucher hatten beispielsweise die Möglichkeit, Filme über das Leben gehörloser Menschen in der DDR zu sehen und in der Altstadt gab es viele weitere Veranstaltungen, z. B. ein Straßenfest.


6. Kulturtage 2018 in Potsdam-Babelsberg
„Unsere Kultur mit Gebärdensprache: inklusiv und gleichwertig“

In freudiger Erwartung und mit großer Spannung finden die 6. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen 2018 in Potsdam-Babelsberg in der Nähe von Berlin statt. Diese Kulturtage sollen getreu dem Motto „Unsere Kultur mit Gebärdensprache: inklusiv und gleichwertig“ die Gleichstellung in der Gesellschaft aufzeigen. Durch die Anerkennung der Gebärdensprache im Jahre 2002 und die verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, wurde ein Weg in die inklusive Gesellschaft geebnet. Um eine erfolgreiche Umsetzung zu gewährleisten, muss die Kultur und Gemeinschaft weiterhin gestärkt und gefördert werden. Erst dann können alle Bedürfnisse und Ziele eingehalten wie erreicht werden.

Mit den 6. Kulturtagen wird ebenso das 25-jährige Bestehen der Deutschen Kulturtage der Gehörlosen gefeiert.